Lebkuchenhaus

Dieses Rezept für ein Lebkuchenhaus wird traditionell in unserer Familie so gebacken. Mein Vater hat früher jedes Jahr zu Weihnachten ein Lebkuchenhaus gebaut und liebevoll verziert. Besonders toll fand ich immer die Fensterscheiben aus roter Blattgelatine, die durch die batteriebetriebene Innenbeleuchtung ein wunderschönes Licht verbreiteten und die Eiszapfen, die man beim Plündern als Drakulazähne verwenden konnte.

Das Rezept ist für die Größe der Schablonen ausgelegt.

Knusperhäuschen

Teig

Honig 450 g
Eier 4
Zucker 350 g
Mehl 1000 g
Zitronat 100 g
Orangeat 100 g
Mandeln gemahlen 100 g
Haselnüsse gemahlen 100 g
Lebkuchengewürz 1 P
Natron 10 g

Glasur

Puderzucker 250 g
Eiweiß 1
Zitronensaft ca. 2 EL

Dekor

Schoko-Plätzchen, Schoko-Linsen, Gelee-Früchte, Zuckerstreussel, Puderzucker, Wattebausch, rote Blatt-Gelatine, Phantasie

Zubereitung

  1. Honig leicht erwärmen, damit er dünnflüssig wird (Vorsicht bei heißem Honig kann man sich böse verbrennen)
  2. Eier und Zucker schaumig schlagen (mindestens 3 Minuten)
  3. Honig (1), die schaumig geschlagenen Eier (2), das Mehl und alle anderen Zutaten für den Teig werden nun zu einem relativ festen Teig verknetet. Besonders wenn man alleine arbeitet empfielt es sich zunächst nur mit einer Hand zu kneten und die andere Hand sauber zu lassen, denn der Honig klebt anfangs ungemein an den Fingern. So kann man vergessene Zutaten noch anfassen und vielleicht sogar ans Telefon gehen.
  4. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Folie abgedeckt über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag

  1. Schablonen vorbereiten
  2. Den Teig ca. 1 cm dick ausrollen und nach den Schablonen ausschneiden. Wenn Teig übrig ist, dann kann man noch Holzscheite für den Ofen oder einen Käfig für Hänsel backen.
  3. Bei 200°C 20-25 min backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  4. Türen und Fenster ausschneiden und evt. „Holzscheite“ zusägen

Nach dem Auskühlen

  1. Eine Grundplatte (zum Beispiel ein Tablett oder ein Backbrett) mit Alufolie beziehen.
  2. Eiweiß zu steifem Schnee schlagen
  3. den gesiebten Puderzucker langsam unterrühren, es sollte eine zähe Masse entstehen. Ist sie zu flüssig, fällt das Kleben und das Herstellen der Eiszapfen schwer.
  4. Aus Backpapier eine Spritztüte rollen (oder von einer Plastiktüte eine kleine Ecke abschneiden) und mit dem „Puderzucker-Kleber“ füllen.
  5. Die Grundmauern aneinender und auf der Grundplatte festkleben. Dabei hat man mindestens eine Hand zuwenig. Es ist eine gute Idee, die frisch geklebten Grundmauern mit Stecknadeln aneinender zu fixieren. Die Nadeln entfernt man nach dem Abbinden des Puderzucker-Mörtels wieder. Nach dem Aufsetzen des Daches ist die schwierigste Arbeit getan. Jetzt wird der Schornstein aufgesetzt, die Fensterläden und die Tür montiert, die Eiszapfen gezogen und die Deko angeklebt. Eine leichte Schicht Puderzuckerschnee über dem fertigen Lebkuchenhaus macht sich meistens sehr dekorativ.

Schablone für Lebkuchenhaus schablone2 für Lebkuchenhaus

Die Schablonen für das Lebkuchenhaus sind für Din A4 ausgelegt. Man sollte sie ohne Skalierung auf A4 ausdrucken, nur dann hat man möglichst wenig Schneidearbeit und die richtige Größe. Vielleicht läd man sich die zwei Bilder herunter und druckt mit einem Grafikprogramm. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man, dass der Winkel des Schornsteins und der Winkel des Dachs nicht ganz übereinstimmen. Hier ist vom „Architekten“ noch Feinarbeit gefragt.

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Ge- und erdachtes, auf- und abgeschriebenes; auf- und sonstwo geschnapptes;